Atelier – Lernwerkstattlernen

Seit vielen Jahren ist der Atelierbetrieb eine wichtige organisatorische Maßnahme in unserer Schule zur Bildung von altersheterogenen Lerngruppen. Die Organisation und Durchführung wurde im Laufe der Jahre immer wieder verändert.

Folgende Organisationsform ist dabei entstanden:

  • Es werden altersheterogene Gruppen aus der Grundstufe II gebildet.

  • Die Anzahl der Kinder ist auf maximal 12 beschränkt.

  • Die Kinder arbeiten ein Semester lang in einem Atelier.

  • Ateliertage sind Mittwoch von 08:00 - 09:45 Uhr und Donnerstag von 13:45 -15:25 Uhr

      

    

Schreibwerkstatt

In der Schreibwerkstatt wird den Kindern Zeit und Raum zur Verfügung gestellt, um ihre Gedanken und Überlegungen in ansprechender Form zu Papier zu bringen. Es geht dabei nicht nur darum „schöne Geschichten“ zu produzieren, sondern vor allem Spaß im Umgang mit Sprache erlebbar zu machen. Als Vorstufe zum Text wird in der Schreibwerkstatt viel Wert auf das gesprochene Wort gelegt, auch gibt es immer die Möglichkeit künstlerisch aktiv zu werden. Kinder tauschen sich aus, präsentieren ihre Arbeiten vor Gleichaltrigen, lernen Feedback zu geben und bereits begonnene Niederschriften zu überarbeiten.

Am Ende können sie die Früchte ihrer Arbeit ernten und eine dicke Mappe gefüllt mit ihren eigenen Werken nach Hause nehmen.

 

    

Märchen - Mythen - Sagen

... bieten den Kindern in dieser Altersstufe vielfältige Möglich­keiten zur Identifikation. Die Kinder können über die Identifikation in die Geschichte eintauchen, eine Zeit lang in ihr Aufgaben bewältigen und Abenteuer miterleben, sich mitfürchten und mitfreuen und dann – bereichert um den Sieg über das Böse oder die eine oder die andere Heldentat – wieder in den Alltag zurückkehren. Wer Kinder jemals beim faszinierten Zuhören beobachtet hat, vertraut darauf, dass Geschichten ganz ohne unser Zutun ihre Wirkung entfalten können.

Die Gestaltung des Ateliers richtet sich nach den Interessen und Bedürfnissen der Kinder. Das Ziel ist erreicht, wenn die Kinder gelernt haben, Geschichten zu genießen und als Deutungs- und Ausdrucksmittel für ihr eigenes Leben nützen zu können!

Das Programm ...

... beginnt mit eine Reise in den Orient. Ein orientalisches Tuch als „fliegender Teppich, orientalische Musik und Knabbereien wie Nüsse, Mandeln, Rosinen und Datteln erleichtern den Kindern die Ankunft in der ihnen noch unbekannten Welt von „Tausendundeiner Nacht“. Das Märchen von Scheherazade, die mit Mut und Klugheit den bösen Sultan austrickst, indem sie ihre Geschichten jeden Abend an der spannendsten Stelle unterbricht und ihn auf diese Weise dazu bringt, sie am Leben zu lassen, bildet die Rahmenerzählung für dieses Atelier. Diese Geschichte enthält unausgesprochen zwei Botschaften, die die Kinder durch das Semester begleiten sollen. Erstens: Geschichten haben immer mit unserem Leben zu tun. Sie können, wie man am Beispiel von Scheherazade sehen kann, sogar Leben retten! Und zweitens: Geschichten bewirken Positives, indem sie Handlungsmöglichkeiten und neue Perspektiven eröffnen. So überwindet der „böse“ Sultan schließlich seine Wut auf Frauen und liebt Scheherazade wirklich aus ganzem Herzen.

Den Erzählungen aus „Tausendundeiner Nacht“ folgen mehr oder weniger bekannte Märchen der Gebrüder Grimm. Hier hatten die Kinder viel Freude beim Nachspielen und Gestalten von Requisiten!

Der Ausflug in die griechische Mythologie beginnt auf der Insel Kreta: Die Kinder lernen Minotaurus und das Labyrinth, den roten Faden der Ariadne und die Flugversuche von Dädalus und Ikarus kennen. Es folgt eine Auseinandersetzung mit dem Helden Herakles und seinen zwölf Aufgaben. Den Abschluss bilden Geschichten aus dem Leben des Königs Midas, der für die einige Redewendungen Pate gestanden ist (z.B. „Binsenweisheit“).

Die Auswahl der Sagen konzentriert sich auf den Wiener Bereich und knüpft an Bekanntes aus dem Sachunterricht an (z.B. die Sage vom Basilisken).

    

Kreative Mathematik

Jeder Atelier-Nachmittag gleicht einer kleinen Abenteuerreise, bei der das Ziel bekannt, der Weg dorthin aber ungewiss ist. Viele Fragen tauchen nach der Einführung in das Thema auf. Im Fall dieser Fotos, die bei der Erarbeitung geometrischer Körper mit einer steigenden Anzahl von Ecken entstanden sind, interessieren sich zum Beispiel Kinder für die Frage: Wie viele Ecken kann ein Körper haben? Gibt es da eine obere Grenze? Und: Gibt es mehrere Möglichkeiten, Körper mit einer bestimmten Anzahl von Ecken zu bauen? Und natürlich bietet das Atelier die wunderbare Möglichkeit, Kinder experimentieren zu lassen, ohne darauf Wert zu legen, dass die am Anfang des Nachmittages gestellte Fragestellung weiter verfolgt wird! Am Ende finden sich dann doch alle Kinder am Reiseziel ein.

    

Große Künstler, kleine Künstler

Im Atelier große Künstler, kleine Künstler steht die Kreativität und die Freude am Malen der Schülerinnen und Schüler im Vordergrund.

Die Kinder beschäftigen sich mit der Farblehre und dürfen mit Farben experimentieren. Sie lernen verschiedene Kunstrichtungen (Impressionismus, Neoimpressionismus, Pointilismus, Expressionismus, Realismus, Moderne Kunst) kennen und befassen sich auch mit unterschiedlichen Künstlern (wie zum Beispiel Monet, Signac, Seurat, Klee, Van Gogh).

      

Reise durch Europa

Im Atelier "Reise durch Europa" befassen sich die Kinder derzeit intensiv mit einem selbstgewählten, europäischen Land und lernen es durch vielfältige Recherche und die Gestaltung eines Lapbooks oder Plakates genauer kennen.

     

Philosophieren mit Kindern

Gedanken werden entfaltet: Gedankenblumen
Die Welt als Paradies

Ein Puzzleteil als Antwort: Wozu bin ich auf der Welt?

Kinder erschließen sich fragend die Wirklichkeit. Wenn Kinder Fragen über das Leben und die Welt, in der sie Leben, äußern, dann wollen sie keine fertigen Antworten, sondern in ihrem eigenen Nachdenken angeregt und begleitet werden. Genau dazu ist das Atelier „Philosophieren mit Kindern“ da.

Sind Kinder Philosophen?

Ja! Kinder können Philosophen sein, wenn sie die Wirklichkeit mit offenen Augen staunend wahrnehmen und selbständig beginnen, nach Erklärungen zu suchen (Philosophie von Kindern). Für Kinder kann es jedoch auch sehr bereichernd sein, Ideen und Gedanken großer Philosophen kindgerecht aufbereitet kennenzulernen (Philosophie für Kinder). Kommt man mit Kindern über ein Thema ins Gespräch, dann „philosophiert“ man mit ihnen (Philosophie mit Kindern). Im Atelier findet Philosophieren auf allen drei Ebenen statt.

Sokrates hat die Tätigkeit des Philosophen mit der einer Hebamme verglichen: Wie diese hilft, einem Kind auf die Welt zu kommen, so hilft der Philosoph, Gedanken, die sich in einem Menschen entwickelt haben, ans Licht zu bringen. Als Philosophielehrerin bin ich sozusagen „Geburtshelferin“, die den Kindern dabei hilft, ihre eigenen Gedanken zum Ausdruck zu bringen. Das macht Kinder sehr glücklich und zufrieden!

 „Große Fragen“ und „kleine Fragen“

Die Kinder setzen sich mit ihren Gedanken auseinander und formulieren eigene Fragen:

  • Wie ist die Welt entstanden?
  • Warum stechen Bienen?
  • Warum gibt es Krieg?
  • Was ist, wenn ich tot bin?
  • Warum bin ich der, der ich bin?
  • Warum falle immer ich vom Fahrrad?

Fragen, für die es eine Antwort gibt (z.B. im Sachunterricht, in einem Lexikon, im Internet), werden als „kleine Fragen“ bezeichnet. Fragen hingegen, über die man lange nachdenken muss und trotzdem keine endgültige Antwort finden kann, sind große, „philosophische“ Fragen. Über diese denken Menschen seit Jahrtausenden nach, und auch wir versuchen im Atelier der Antwort ein kleines Stück näher zu kommen! 

     

Kinder in aller Welt

Im Atelier „Kinder in aller Welt“ beschäftigen wir uns mit verschiedenen Kulturen auf allen Kontinenten. Wir lernen neue Sprachen, Essgewohnheiten, Speisen, Kleidungen, Bräuche, andere Schulformen, den Alltag von Kindern in anderen Ländern, Volksmusik der verschiedenen Kulturen  und Vieles mehr kennen. Wir erforschen die Welt, die Kontinente und die verschiedenen Länder. In Expertengruppen arbeiten die Schüler und Schülerinnen ganz individuell an ihrem Schwerpunkt eines Landes oder Kontinentes.

 

  

Kunterbuntes Forscherlabor

   

Reise durch den Körper

Nachdem wir begonnen haben uns mit unsereren Sinnen zu beschäftigen, durften wir erfahren, wie es sich anfühlt, wenn wir auf einen Sinn verzichten müssen...

  

Den Alltag erforschen

   

   

Mozart & Co - eine Rundreise

In diesem Atelier beschäftigen wir uns mit ...

... dem Leben und den Epochen verschiedener Komponisten.

... Werken und Stücken veschiedener Komponisten.

... klassischen Musikinstrumenten in Orchestern.

... Rhythmusstücken und Spiel-mit-Sätzen.

... Malerei zur klassischen Musik.

... vielen weiteren musikalischen Themen, die uns noch interessieren. :-)

 

   

Meine Gedanken sind frei

In unserem Atelier werden phantasievolle und individuelle Bücher verfasst. Wir arbeiten mit Leidenschaft, gestalten nach eigenem Interesse und dürfen Autorinnen und Autoren sein. Der rote Faden begleitet uns von Anfang bis zum Ende unseres Ateliers.

 
 
 
 

    

Geometrie mit Fantasie

In diesem Atelier darf jedes Kind sein eigenen „Geometrie – Brettspiel“ erfinden und kreativ gestalten. Unter Berücksichtigung der im Atelier gelernten Inhalte, gestalten die Kinder ein eigenes Spielbrett, sie verfassen Fragekarten und erfinden die Spielregeln. Das Spiel soll einen ansprechenden Namen erhalten und auch die Verpackung wird von den Kindern passend zum Thema Geometrie mit den entsprechenden Zeichenhilfsmitteln gezeichnet.
Zum Schluss findet eine Spielepräsentation statt, bei der jedes Kind sein eigenes entwickeltes Brettspiel vorstellen darf.